Verschimmeltes
Meine neuesten Arbeiten zeugen von der Schönheit des Vergänglichen. Es sind Momentaufnahmen eines ständigen Prozesses.
Worte Greifen – Nacht und Schimmel
Vom 15. bis zum 30. April werden viele der Arbeiten in der Kölner Lindenstraße zu sehen sein. Mehr über die Ausstellung mit Aski, KI Ling und mir im Artikel auf Raum L3
Verhüllungen und Aussichten
Am 28. Februar 2020, kurz vor dem Lockdown, eröffnete ich meine Ausstellung »Verhüllungen und Aussichten«, in der viele der hier abgebildeten Werke zu sehen waren. Claudia Dichter hat dazu einen Text formuliert, der meine Arbeiten sehr schön beschreibt:
»Geheimnisvolle Szenen, verdeckte Körper, fragmentarische Einblicke: Ute Kraffts figurative Bildwelten entziehen sich einer eindeutigen Zuschreibung. Sie legen Fährten und hinterlassen ein vages Gefühl des Unbehagens.
Die Arbeiten eröffnen Gegenwarts-Welten, deren Protagonisten uns darum vertraut scheinen. Die Szenen wirken wie aus dem Leben gegriffen: Sie suggerieren dem Betrachter, heimlicher Augenzeuge eines flüchtigen Moments zu werden. Ute Kraffts Gemälde offenbaren das Drama, welches unter der Oberfläche lauert. Die Ereignisse werden in ein scharfes theatralisches Licht gestellt und zeigen Frustration, Obsession, Schmerz, Schuld, Angst oder Unfähigkeit.
Für die in Siebenbürgen geborene Künstlerin sind menschliche Interaktionen – bildlich gesprochen – ein komplexes Ballett der Gefühle. Ihr Augenmerk gilt der Ergründung unserer Eigentümlichkeiten, unserer Beziehungen zueinander: Ihre Gemälde spiegeln psychologische Dramen. Der Betrachter wird in das oft rätselhafte Geschehen hineingezogen und dabei von einem mulmigen Gefühl befallen.
Das Herzstück in Ute Kraffts Malerei sind die Menschen: Ob verloren wirkend, in ihrer eigenen Gedankenwelt versunken, versuchen sie stets, durch ihr Schweigen unsere Aufmerksamkeit zu erlangen.«